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Die Vielfalt und Möglichkeiten vom Gigampfi (Wippe)

Die Wippe ist meist nicht das Spielgerät erster Wahl, wenn die Kinder den Spielplatz erobern. Dennoch findet sie sich auf vielen Spielarealen, wo sie den Kleinen Abwechslung und Vergnügen bereitet. Zudem bietet sie ihnen verschiedene Möglichkeiten, sich auszuprobieren, ihre Fähigkeiten zu entwickeln und grundlegende physikalische Kenntnisse zu erwerben.

Die Vielfalt der Wippen

Die ersten Berichte über Wippen stammen aus dem Mittelalter. Das Spielgerät war in den Schlossparks der Adligen zu finden und ähnelte unserer heutigen Gigampfi. Die klassische Wippe besteht aus einem waagrechten Balken, der in der Mitte an einem Ständer befestigt ist und sich nach oben und unten drehen lässt. An beiden Enden sind Griffe angebracht, an denen sich die Kinder festhalten können. Je nach Anzahl dieser Haltegriffe finden wir heute Zweifach-, Vierfach- oder gar Sechsfachwippen. Bei der Stehwippe bewegen sich die Kleinen im Stand auf und nieder. Die Karussellwippe verbindet die senkrechte Wipp- mit der waagrechten Drehbewegung. Anstelle der herkömmlichen Gigampfi bereichern heutzutage immer häufiger die unterschiedlichsten Hüpf- und Wackelwippen auf Federn unsere Spielplätze. Viele Spielplatzbetreiber erachten diese als weniger gefährlich.

Federwippen

Die kleinen Wippen auf Federn sind schön bunt und sprechen die Kinder schon von Weitem an. Die Motive reichen von Tieren wie Elefanten, Pferden, Enten und Fischen über Blumen bis zu Autos und Motorrädern. Je nach Federwippe können ein, zwei oder vier Kinder gleichzeitig schaukeln. Bei der Zweier-Federwippe sitzen die Kleinen entweder nebeneinander oder einander gegenüber. Auf der Vierer-Federwippe sind sich entweder zweimal zwei Kinder parallel oder über Kreuz gegenüber. Die Wippgeräte bieten den Anreiz, sich so weit nach vorne und hinten und so schnell wie möglich zu bewegen. Für Kleinkinder ist schon das selbstständige Auf- und Absteigen eine Herausforderung. Das Wippen selbst lässt sich jedoch nicht besonders lange durchhalten.

Federwippe

Die Möglichkeiten der Gigampfi

Auf jeder Wippe trainieren die Kleinen verschiedene körperliche Fähigkeiten wie den Gleichgewichtssinn und die Koordination. Sie üben sich im Einschätzen und Stärken ihrer Kräfte. Zudem lernen sie, mit Ängsten vor der Höhe oder der Schnelligkeit umzugehen beziehungsweise diese zu überwinden. Die herkömmliche Balkenwippe verlangt zum Gigampfen nach mindestens zwei Kindern, die sich abwechslungsweise mit den Beinen vom Boden abstossen. Die beiden müssen sich absprechen und trainieren so ganz nebenbei ihre soziale Kommunikation. Kleinere Kinder können von Mami oder Papi nach oben und unten befördert werden. Wichtig ist, darauf zu achten, dass das Kleine sich gut festhält und Bescheid gibt, wenn es absteigen möchte. Grössere Kinder haben die Möglichkeit, auf der Wippe zu balancieren oder in der Mitte stehend oder sitzend die Gigampfi alleine auf und ab zu bewegen. Ob Balken- oder Federwippe, alleine oder mit anderen, eine Gigampfi fördert die unterschiedlichsten Bewegungstechniken unserer Sprösslinge und lässt sie ihre Möglichkeiten und Grenzen austesten.

Die Wippe und die Physik

Aus physikalischer Sicht ist die Balkenwippe ein zweiseitiger Hebel. Dieser befindet sich im Gleichgewicht, wenn auf der linken und der rechten Seite im gleichen Abstand von der Mitte (der Drehachse) zwei gleich schwere Kinder sind. Die Kleinen können testen, wer mehr wiegt: Wer bleibt unten sitzen und wer hängt oben fest? Und was passiert, wenn Mami und Papi sich mit auf die Gigampfi setzen oder wenn weitere Kinder dazukommen? Wie kann sich die Familie platzieren, damit das Gewicht am besten verteilt ist? Zudem spielt beim zweiseitigen Hebel der Abstand zur Drehachse eine Rolle: Was passiert, wenn eines der Kinder näher zur Mitte rückt oder sich weiter nach hinten lehnt? Kann durch vor- oder zurückrutschen ein Gleichgewicht hergestellt werden? Es darf überlegt und ausprobiert werden. Dabei lernen die Kleinen ganz nebenbei ein paar grundlegende physikalische Regeln kennen.

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